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Dynamische Stromtarife: Die Zukunft der Energieversorgung und wie sie aufgebaut sind

Dynamische Stromtarife: Die Zukunft der Energieversorgung und wie sie aufgebaut sind

Tibber Alternativen: Rabot Charge, Ostrom u.a.

In einer Welt, in der der Klimawandel immer präsenter wird und die Energieressourcen zur Neige gehen, ist es von entscheidender Bedeutung, unsere Energieeffizienz zu optimieren und nachhaltige Energiequellen zu nutzen. Eine innovative Lösung, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, sind dynamische Stromtarife. In diesem umfassenden Artikel werden wir uns eingehend mit diesen Tarifen befassen, ihre Funktionsweise, Vor- und Nachteile sowie prüfen, ob es bereits gute Alternativen zum bekannten Anbieter Tibber gibt.

Die Herausforderungen der aktuellen Stromtarife

Bevor wir uns in die Welt der dynamischen Stromtarife vertiefen, ist es wichtig zu verstehen, welche Herausforderungen die herkömmlichen Stromtarife mit sich bringen. Klassische Stromtarife bestehen aus zwei Hauptkomponenten: einer monatlichen Grundgebühr und einem Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh). Diese Tarife sind in der Regel statisch und bieten wenig Flexibilität für Verbraucher. Die Preise werden oft auf Jahresbasis festgelegt und ändern sich selten, unabhängig von Angebot und Nachfrage auf dem Energiemarkt.

Dies führt zu mehreren Problemen:

  1. Mangelnde Anreize zur Energieeffizienz: Unter herkömmlichen Tarifen haben Verbraucher wenig Anreiz, ihren Energieverbrauch zu optimieren. Da die Preise stabil sind, spielt es keine Rolle, wann und wie viel Strom sie verbrauchen.
  2. Verschwendung von erneuerbaren Ressourcen: Erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Solarenergie sind wetterabhängig. Unter statischen Tarifen wird die Energie oft dann erzeugt, wenn sie nicht benötigt wird, und umgekehrt.
  3. Kosten für Spitzenzeiten: Verbraucher zahlen den gleichen Preis für Strom, unabhängig davon, ob sie ihn zu Spitzenzeiten oder zu Zeiten geringer Nachfrage nutzen.

Die Lösung: Dynamische Stromtarife

Dynamische Stromtarife bieten eine Lösung für diese Probleme. Diese Tarife ändern sich je nach Angebot und Nachfrage auf dem Energiemarkt. Der Preis für Strom kann stündlich, täglich oder sogar in Echtzeit variieren. Hier sind die Hauptkomponenten eines dynamischen Stromtarifs im Detail:

  1. Monatliche Grundgebühr vom Stromtarif-Anbieter: Dies ist die Grundgebühr, die der Stromversorger monatlich erhebt, um die Bereitstellung des Stroms sicherzustellen. Sie ist vergleichbar mit der Grundgebühr in herkömmlichen Tarifen.
  2. Monatliche Grundgebühr vom Stromnetz-Betreiber: Der Energienetzbetreiber, der das lokale Stromnetz betreibt, erhebt ebenfalls eine monatliche Grundgebühr.
  3. Variabler Arbeitspreis pro kWh von der Energiebörse: Dies ist der stundenabhängige Preis, der sich an der Strombörse basierend auf Angebot und Nachfrage ändert. Hier liegt der Schlüssel zur Flexibilität von dynamischen Tarifen.

Die Vorteile dynamischer Stromtarife

Dynamische Stromtarife bieten eine Vielzahl von Vorteilen:

1. Kosteneinsparungen:

Der größte Vorteil von dynamischen Stromtarifen ist die Möglichkeit, Strom zu Zeiten geringer Nachfrage zu nutzen, wenn die Preise niedriger sind. Dies kann zu erheblichen Kosteneinsparungen führen, insbesondere für Verbraucher, die bereit sind, ihren Energieverbrauch flexibel zu gestalten. Sie können ihren Energieverbrauch auf Zeiten mit günstigen Tarifen verlagern, beispielsweise indem sie ihre Geschirrspülmaschine laufen lassen oder ihre Elektrofahrzeuge aufladen, wenn die Preise niedrig sind.

2. Anreiz zur Energieeffizienz:

Durch die Schwankungen in den Strompreisen werden Verbraucher dazu ermutigt, energieeffiziente Geräte und Praktiken zu nutzen. Sie können ihren Verbrauch besser steuern, indem sie energieintensive Aktivitäten auf Zeiten verschieben, in denen die Preise niedrig sind. Dies fördert nicht nur die Kosteneinsparungen, sondern auch den bewussten Umgang mit Energie.

3. Nachhaltigkeit fördern:

Dynamische Tarife können dazu beitragen, den Energieverbrauch in Zeiten zu verlagern, in denen erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Solarenergie reichlich vorhanden sind. Dies trägt dazu bei, die Nutzung fossiler Brennstoffe zu reduzieren und den CO2-Ausstoß zu verringern. Verbraucher können ihren Stromverbrauch an erneuerbare Energiequellen anpassen und so einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

4. Steigerung des Bewusstseins:

Die Preisschwankungen bei dynamischen Tarifen sensibilisieren Verbraucher und ermutigen sie, ihren Energieverbrauch bewusst zu steuern. Sie werden aktiv in die Entscheidung einbezogen, wann sie Energie verbrauchen, und entwickeln ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge zwischen ihrem Verbrauch und den Strompreisen.

Herausforderungen und Bedenken

Trotz der vielen Vorteile von dynamischen Stromtarifen gibt es auch Herausforderungen und Bedenken, die berücksichtigt werden müssen:

1. Komplexität:

Dynamische Tarife erfordern ein gewisses Maß an Verständnis und aktiver Überwachung seitens der Verbraucher. Nicht jeder ist bereit oder in der Lage, sich intensiv mit seinen Stromkosten auseinanderzusetzen. Die Vielzahl von Tarifkomponenten kann für einige Verbraucher verwirrend sein.

2. Technische Infrastruktur:

Die Umsetzung dynamischer Tarife erfordert eine fortschrittliche technische Infrastruktur, einschließlich intelligenter Zähler und Stromnetze, die den Bedarf an schnellen Preisänderungen bewältigen können. In einigen Regionen kann diese Infrastruktur noch nicht ausreichend entwickelt sein.

3. Preiskalkulation:

Die Berechnung der Stromkosten bei dynamischen Tarifen kann komplex sein, da sie aus verschiedenen Komponenten wie monatlichen Grundgebühren, fixen und variablen Arbeitspreisen von Anbietern und Netzbetreibern sowie den stundenabhängigen Börsenpreisen besteht. Verbraucher müssen die Kosten sorgfältig verstehen, um ihre Energieausgaben effektiv zu steuern.

Die Bedeutung des Energiemarkts und der Börsenpreise

Um die Funktionsweise von dynamischen Stromtarifen zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, wie der Energiemarkt funktioniert und wie die Preise an den Strombörsen zustande kommen. Im Gegensatz zu Strombörsen wie der EEX in Leipzig, die sich auf langfristige Termingeschäfte fokussieren, sind für dynamische Stromtarife andere Strombörsen relevant. An Börsen wie der für Deutschland zuständigen Epex Spot in Paris wird kurzfristig lieferbarer Strom gehandelt. Der zu kaufende Strom kann seinen Preis im 15-Minuten-Takt ändern.

Die Schwankungen in den Preisen werden durch die wetterabhängige Stromproduktion aus erneuerbaren Energien verursacht. Diese Schwankungen führen dazu, dass die Strompreise am Spotmarkt saisonal unterschiedlich ausfallen. Zum Beispiel ist Strom im Sommer, wenn Solarenergie reichlich verfügbar ist, mittags oft günstiger. Im Winter, mit mehr Wind- als Solarenergie, kann es hingegen nachts günstiger sein.

Die Verbraucher haben die Möglichkeit, die aktuellen Strompreise für den jeweiligen Tag einzusehen. Ein Anbieter wie Tibber bietet sogar Einblicke in die Preise für den nächsten Tag. Im besten Fall können die Strompreise sogar in den negativen Bereich fallen, was bedeutet, dass Verbraucher Geld verdienen können, wenn sie Strom verbrauchen. Allerdings können die Preise auch stark ansteigen, wenn die Nachfrage steigt.

Die Rolle von Smart Metern

Ein wichtiger Aspekt bei dynamischen Stromtarifen ist die Nutzung von Smart Metern oder intelligenten Messsystemen. Diese digitalen Stromzähler sind mit dem Internet verbunden und erfassen den Stromverbrauch präzise und digital. Im Gegensatz zu herkömmlichen analogen Zählern bieten Smart Meter die Möglichkeit, den Stromverbrauch in Echtzeit zu überwachen und die Preisänderungen an den Strombörsen zu berücksichtigen.

Die Installation eines Smart Meters ist entscheidend, wenn Verbraucher von den stundenweise dynamischen Preisen profitieren und sie optimal nutzen möchten. Ein Unternehmen wie Tibber bietet eine smarte Hardware-Lösung für den Fall an, dass kein Smart Meter vorhanden ist.

Dynamische Stromtarife im Smart-Home

Verbraucher, die ihr Zuhause bereits smart gestaltet haben, profitieren besonders von dynamischen Stromtarifen. Die Vielzahl der Möglichkeiten, die ein Smart-Home bietet, ermöglicht es, den Energieverbrauch automatisch und aus der Ferne zu steuern. Durch intelligente Stecker und Geräte können Verbraucher ihre Energieverbräuche automatisieren und optimieren.

Ein Beispiel: Wenn die Stromanbieter-App anzeigt, dass gerade günstiger Strom aus erneuerbaren Energiequellen verfügbar ist, kann der Verbraucher aus der Ferne seine Spülmaschine einschalten. Dadurch werden die Gläser gespült, wenn die Strompreise niedrig sind. Dies zeigt, wie dynamische Stromtarife im Zusammenspiel mit Smart-Home-Technologie ihr volles Potenzial entfalten können:

  • Nutzung nachhaltiger, grüner Stromquellen
  • Kosteneinsparungen
  • Mehr Kontrolle und Transparenz über den Energieverbrauch

Die besten Anbieter für stündlich dynamische Stromtarife: Tibber, Ostrom, Rabot Charge, Awattar und Powerfox

Der Markt für dynamische Stromtarife entwickelt sich stetig weiter. Hier sind einige der besten Anbieter, die derzeit auf dem deutschen Markt aktiv sind:

Tibber

Tibber*, ein skandinavisches Startup mit Sitz in Berlin, bietet einen dynamische Stromtarif an. Das Unternehmen gibt die an der Börse erzielten Preise 1:1 auf stündlicher Basis an die Kunden weiter. Tibber verdient Geld, indem es eine monatliche Grundgebühr von 4,99 (seit 2024: 5,99) Euro erhebt. Zudem verkauft das Unternehmen den Tibber Pulse, einen Strom-Tracker, der optional genutzt werden kann. Durch den Tibber Pulse kann der dynamische Tarif auch ohne Smartmeter genutzt werden, wenn der Pulse mit dem vorhandenen Zähler kompatibel ist.

Falls ihr Tibber nutzen oder zumindest einen Monat ausprobieren wollt, bekommt ihr mit dem exklusiven Code “Energysion” einen 50 € Bonus von mir (wichtig ist für die Anmeldung diesen Link zu nutzen, damit der Code garantiert funktioniert. Hier weitere Informationen und eine Anleitung).

Ostrom

Ostrom*, ein Berliner Startup seit 2021, bietet einen dynamischen Tarif an, der es Kunden ermöglicht, ihren Energieverbrauch in Echtzeit zu verfolgen und zum aktuellen Stundensatz abzurechnen. Die transparente Gebührenstruktur beginnt bei einer monatlichen Grundgebühr von nur 6,00 €. Mit modernster Technologie und einem Fokus auf Nachhaltigkeit hat sich Ostrom schnell einen Namen als Innovator in der Energiebranche gemacht. Mit einer Bewertung von 4.8 Sternen bei Trustpilot, dürfte Ostrom der beliebteste Stromanbieter sein.

Auch für Ostrom bekommt ihr mit dem Code “Energysion” einen 50 € Bonus wenn ihr euch über diesen Link anmeldet. Weitere Infos und eine Anleitung findest du hier)

Rabot Charge

Rabot Charge* aus Hamburg ist ein Greentech-Startup, das Experten aus den Bereichen IT und Energie zusammenbringt. Das Unternehmen berechnet die Ersparnis der Kunden im Vergleich zur lokalen Grundversorgung und erhebt zusätzlich zur Grundgebühr von 4,99 Euro pro Monat einen Aufschlag von 20 Prozent. Unten findest du einen Gutscheincode Rabot Charge.

Awattar

Awattar* aus Österreich bietet ebenfalls dynamische Stromtarife an. Neben dem regulären dynamischen Tarif bietet Awattar auch den “Hourly Cap”-Tarif an, bei dem es einen vorher festgelegten Preisdeckel gibt. Die Grundgebühr liegt bei nur 4,58 €.

Anbietervergleich: Gibt es eine gute Tibber Alternative?

AnbieterTibberRabot ChargeAwattar/TadoOstrom
Tarifstündlich dynamischer Tarifrabot.charge smartHourlySimplyDynamic
Monatliche Grundgebühr (Anbieter)5,99 €4,99 € + 20% der Ersparnis gegenüber den Grundversorger4,58 € +3% des Börsenstrompreises6,00 €
​Monatliche Kosten (Netzbetreiber)wohnortabhängigwohnortabhängigwohnortabhängigwohnortabhängig
​Arbeitspreis pro kWh (Börse)Tagesabhängig von der Wind- und SolarenergieproduktionTagesabhängig von der Wind- und SolarenergieproduktionTagesabhängig von der Wind- und SolarenergieproduktionTagesabhängig von der Wind- und Solarenergieproduktion
Kostenbeispiel Berlin (PLZ: 10969), 2500 kwH am 09.02.202471,49 € mtl. laut Tibberrechner72,08 € mtl. laut Rabot Charge Rechner71,38 € mtl. laut Tadorechner68,00 € mtl. laut Ostromrechner
Erforderlicher Zähler für stündliche Abrechnung​Smart Meter oder bidirektionaler Zähler (+ Pulse)Smart MeterSmart MeterSmart Meter

Bei der Grundversorger in Berlin (PLZ: 10969) liegt der monatliche Abschlag bei einem Verbrauch von 2500 kwh bei 96,74 €, womit bei allen oben genannten Anbietern mit einer monatlichen Ersparnis von 25 € gerechnet werden kann. Nicht berücksichtigt sind die möglichen Ersparnisse durch bewusste Steuerung der Stromnutzung, durch welche die Preise zusätzlich noch deutlich gesenkt werden können. Letztendlich können wir festhalten, dass es mittlerweile gute Tibber Alternativen gibt. Einen bedeutenden Vorsprung hat Tibber jedoch durch den Tibber Pulse.

Ausblick auf die Zukunft der dynamischen Stromtarife

Der Markt für dynamische Stromtarife ist im Wandel. Neben Tibber gibt es Alternativen wie Awattar, Rabot Charge und Ostrom, wobei mittlerweile auch große Energieversorger wie E.on und Vattenfall, dynamische Tarife anzubieten. Die Bundesregierung hat sogar ein Gesetz beschlossen, das vorsieht, dass jeder Stromanbieter spätestens bis 2025 einen dynamischen Tarif anbieten muss.

Die Zukunft der Energieversorgung liegt zweifellos in dynamischen Stromtarifen. Sie bieten die Möglichkeit, Energie effizienter zu nutzen, Kosten zu senken und nachhaltige Energiequellen zu fördern. Verbraucher müssen sich jedoch bewusst sein, dass diese Tarife eine gewisse Komplexität mit sich bringen und dass sie ihre Gewohnheiten anpassen müssen, um die Vorteile vollständig nutzen zu können.

In einer Zeit, in der der Klimaschutz und die Energieeffizienz immer wichtiger werden, können dynamische Stromtarife einen wichtigen Beitrag zur Energiezukunft leisten. Die Verbraucher sollten sich gut informieren und die verschiedenen Anbieter vergleichen, um den für ihre Bedürfnisse am besten geeigneten Tarif auszuwählen. Mit der richtigen Vorbereitung können dynamische Stromtarife nicht nur Geld sparen, sondern auch zur Schonung der Umwelt beitragen.

Starthilfe – wichtig: nutze folgende Links, damit der Code funktioniert:

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