Energie sparen mit LED-Technik: Was ist möglich? 

Windrad für erneuerbare Energien
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14 Jahre ist es mittlerweile her, dass herkömmliche Glühbirnen (40 bis 100 Watt) in der EU nicht mehr verkauft werden dürfen. Grundlage für das Quasi-Verbot war die Ökodesign-Richtlinie für energieverbrauchsrelevante Produkte, die bereits 2009 eingeführt wurde und ein an die Leistung gekoppeltes, schrittweises Verbot von Glühbirnen einleitete, vornehmlich aus Gründen der Energieeinsparung und des Klimaschutzes. Nachdem eine kurze Zeit lang sogenannte Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen oder ESL) als Alternative propagiert worden waren, wurden diese auch schnell vom Markt genommen, da sie giftiges Quecksilber enthielten und eine spezielle Entsorgung erforderlich machte.

Anschließend setzten sich zunehmend LED-Lampen durch, die einige wesentliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Glühbirnen und  ESL aufweisen.

Von Nischenanwendung zur Standardbeleuchtung

Generell überzeugen LED-Leuchtmittel durch einen deutlich geringeren Stromverbrauch, sofortige Helligkeit nach dem Anschalten und eine besonders hohe Lebensdauer. Seit der Einführung entsprechender Leuchtmittel ab etwa 2006 hat sich allerdings einiges getan, was die Lichtstärke und die Anschaffungskosten betrifft. Während es sich zunächst noch um relativ teure Lampen mit wenigen Watt handelte, die eigentlich nur in Nischenanwendungen zum Einsatz kamen, änderte sich das ab etwa 2010, und LED-Lampen wurden zunehmend zu einer echten Alternative. Im Laufe der Zeit kamen LEDs mit verbesserten Lichtfarben auf den Markt, die eine ausreichende Helligkeit aufwiesen, um herkömmliche 40 bis 100 Watt Glühbirnen zu ersetzen.

Mittlerweile haben LED-Lampen einen Marktanteil von 90 Prozent im Haushaltsbereich und haben klassische Glühbirnen nahezu verdrängt. Moderne LED-Technik ist kostengünstig, energieeffizient und langlebig, was insgesamt großes Energieeinsparungspotenzial bietet.

Wie viel Einsparpotenzial bieten LEDs tatächlich?

Die Einsparungen durch moderne, innovative LED Systeme sind durchaus beachtlich: Während eine klassische 60-Watt-Glühbirne innerhalb einer Stunde 60 Wattstunden (Wh) verbraucht, liefern LEDs dieselbe Helligkeit bei nur 10 Watt Verbrauch, was dementsprechend nur 1/6 des benötigten Stroms verbraucht. Ein durchschnittlicher 2- bis 3-Personenhaushalt in Deutschland verbraucht rund 3000 bis 3500 kWh Strom jährlich, wobei aber nur ein Anteil von etwa 5 bis 10 Prozent auf die Beleuchtung entfällt.

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Bei einem Strompreis von 30 Cent und einem Jahresverbrauch von rund 300 kWh können, sofern sämtliche noch vorhandene Glühbirnen durch moderne LEDs ersetzt werden, realistische Einsparungen von etwa 90 Euro erzielt werden, abhängig vom Anbieter auch mehr. Weiterhin ergibt sich auch zusätzliches Einsparpotenzial durch eine längere Lebensdauer von LEDs. Aktuelle Varianten halten zwischen 15 000 und 50 000 Stunden, was einer durchschnittlichen Lebensdauer von 14 bis 46 Jahren entspricht. Klassische Glühbirnen hingegen halten durchschnittlich nur 1000 Stunden, was etwa einem Jahr Nutzung entspricht, bis sie ersetzt werden müssen.

Fazit

Das Einsparpotenzial von LEDs im Vergleich zu klassischen Glühbirnen ist enorm, und entlastet nicht nur den Geldbeutel, sondern vor allem auch die Umwelt. Moderne LEDs sind sehr effizient, technisch allerdings noch längst nicht am Limit. Man kann daher davon ausgehen, dass sich die LED-Technologie auch in Zukunft weiter verbessern und sowohl die Lichtausbeute als auch die Lebensdauer erhöht werden.

Verfasst von Redaktionsleitung